Sozialrendite Neubrandenburger Stadtwerke

Thema

Sozialrendite Neubrandenburger Stadtwerke

Stadtwerke als Infrastruktur- und Versorgungsunternehmen nehmen im Rahmen ihrer originären Tätigkeit auch Aufgaben wahr, die zusätzlich zu ihrem Versorgungsauftrag einen positiven Nutzeneffekt auf die Allgemeinheit hervorrufen können. Zugleich stehen diese Unternehmen – nicht zuletzt in Bereichen der Daseinsvorsorge – jedoch häufig im Spannungsfeld politischer und betriebswirtschaftlicher Ziele und Interessen. Positive externe Effekte, folglich Wirkungen, die einen Nutzen bei Dritten hervorrufen, ohne dass diese Leistungen über den Preismechanismus internalisiert werden, werden von Unternehmen generiert.

Die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung bildet für Stadtwerke aus ihrer kommunalen Verankerung damit eine zusätzliche Komponente ihrer Aktivität und gehört häufig zum (erweiterten) Aufgabenkern (Sachzieldominanz). Allerdings kann keinesfalls davon ausgegangen werden, dass eine Sozialrendite bei diesen Unternehmen automatisch entsteht. Der Druck, dauerhaft stabile betriebswirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen (Formalziele) und sich stetig an wettbewerbliche Veränderungen anzupassen, ist hoch. Daher ist es essentiell, die gesamte Leistungsbreite der Unternehmen im Blick zu haben – und dies etwa durch die Quantifizierung mittels des Konzepts der Sozialrendite zu untersetzen.

Vor diesem Hintergrund wurde die Sozialrendite der Neubrandenburger Stadtwerke untersucht. Die vorliegende Studie hat die theoretische Aufarbeitung und Berechnung der Sozialrendite zum Inhalt.